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Jobsuche mit Ü40 ist kein Zuckerschlecken. Die Suche nach einer neuen Nische schon gar nicht. Das wird ein Spaß!

Sie wollen wir nicht.

Heute habe ich eine Absage bekommen. Ich lese die immer sehr genau, da ich der Meinung bin, dass Personaler doch wissen, was sie tun. Außerdem wird von Bewerbern immer Perfektion erwartet, also bin ich neugierig, ob dafür wenigstens etwas Wertschätzung zurückkommt.

In diesem Fall bin ich sehr ambivalent – bewertet selbst. Meine Gedanken dazu habe ich direkt eingefügt.


Sehr geehrte Frau Bewerberin*,

Sie haben sich bei uns um die ausgeschriebene Stelle beworben.
Ach die! Genau um DIE EINE Stelle hab ich mich beworben. Ja, ich erinnere mich. Mhm.

Für Ihr Interesse an unserem Unternehmen möchten wir uns hiermit herzlich bedanken.
Ihr Corporate-Grün finde ich schick.
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Nein! Doch! Aahhh!

Der Artikel könnte auch „Ruf! Mich! An!“ heißen. Um was geht’s wohl? Richtig: den telefonischen Kontakt mit den Personalabteilungen oder Ansprechpartnern von Unternehmen, die eine Stelle ausgeschrieben haben.

Ich bin nicht mal sicher, ob dieses Vorgehen immer noch empfohlen wird, ich glaube ja – zumindest habe ich das kürzlich in einem Ratgeber wieder gelesen. Ich weiß allerdings nicht mehr, wie alt der Artikel war.

Die meisten werden diese Tipps kennen, ich auch, nur: ich mach das nicht. Irgendwie erschließt sich für mich daraus in 85 % der Fälle nur ein Sinn: ich nerve die Leute.

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Danke, danke, danke

Ich besitze eine gute Portion Selbsthass Selbstironie, deshalb behalte ich meine kleinen und größeren Pleiten und Debakel nicht für mich. Was solls, das Versagen an sich ist dramatisch genug, sich zu grämen bringt nur nichts.

Los gehts. Bei einigen meiner Vorstellungsgespräche 2015 habe ich eine ganz neue, sozusagen kühne Vorgehensweise getestet: Multiple Danksagungen.

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i.Jobspotter

Hallo, Welt!

Hier bin ich und ich kann nicht anders als Euch an meiner oft frustrierenden, teilweise wahnwitzigen und manchmal grenzwertigen Suche nach einem Job teilhaben zu lassen.

Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich aus guten Gründen beschlossen, meinen damaligen Job aufzugeben, um mich weiterzubilden. Eine kurze Auszeit nach einem wirklich anstrengenden Jahr 2015 kam mir zudem entgegen.

Das kann ja nicht so schwer sein, etwas neues zu finden, dachte ich. Ich bin motiviert, kompetent, habe ein frisches Diplom in der Tasche, viel Erfahrung und gute Zeugnisse und Referenzen. Mehrere Coaches haben mir bescheinigt, dass ich absolut richtig in meinem Job bin, ich habe in Führungstests super abgeschnitten und bin sympathisch. Okay, ich bin Ü40 und ein Model werde ich in diesem Leben sicher nicht mehr, aber so oberflächlich ist doch die Arbeitswelt nicht – oder? Was also soll schon schief gehen?

Begleitet mich also bei meiner Suche nach einem Job, bei dem man mit 35 schon alt ist und bei dem man den Master als eierlegende Wollmilchsau und den Doktor als devoter Leistungszombie braucht. Oder umgekehrt. 🙂

Herzlichst, Eure Jobspotterin ❤

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