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Jobsuche mit Ü40 ist kein Zuckerschlecken. Die Suche nach einer neuen Nische schon gar nicht. Das wird ein Spaß!

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Angst.

Ich hab in meinem Arbeitsleben – oder, zynischer gesagt: während meiner Karriere (haha) – hab ich einiges an Scheissverhalten seitens meiner Vorgesetzten erlebt. Da waren Dinge dabei, die waren nicht nur jenseits des guten Geschmacks sondern auch jenseits jeglichen guten Benehmens – und noch weiter jenseits.

Hier sind meine TOP 3

  • „SAGEN SIE MAL, SPINNEN SIE???!!“ (Vorgesetzte)
    Mein „Vergehen“ war eher lapidar, rein intern und ich wurde dabei angeschrien.
  • „Sie sind eine Lohle (schwäbisch für ‚unfähiger Mensch, Versager‘), ich möchte sie am Liebsten in den Arsch treten“ (Geschäftsführer)
    Ich lass das mal so stehen.
  • „Sie sind ein Totalausfall.“ (Kollege)
    Mein Chef fand diese Aussage jetzt nicht sooo schlimm. So ist der Kollege halt.

Alle diese drei Aussagen (als kleines Beispiel) hörte ich noch innerhalb der ersten sechs Monate. Einer Zeit, in der man noch in der Orientierungsphase ist, vor allem dann, wenn man keine Erfahrung in der jeweiligen Branche hat.
Ungeachtet dessen, was der Auslöser war, so geht man nicht mit Menschen um.  Das ist auch keine sachliche Kritik, das ist beleidigend und entwürdigend. Menschen, die so mit anderen umgehen, disqualifizieren sich selbst, deshalb geh ich da auch heute nicht drauf ein.

Warum aber lasse ich mir so etwas bieten, ohne sofort den Raum zu verlassen oder mich zu wehren? Die Antwort ist einfach: Angst. Wenn ich mich wehre, was dann? Flieg ich dann raus? Finde ich was neues? Aufgrund dieser Angst habe ich mir mehr bieten lassen, als ich aushalten konnte. Nicht umsonst bin ich jetzt berufsunfähig.

Nach dem Gespräch, in dem der mittlere Satz fiel – neben anderen Nettigkeiten – bin ich übrigens trotz Angst gegangen und nicht mehr erschienen. Klar erhielt ich die Kündigung. Aber wie soll ich denn an einem Arbeitsplatz erscheinen, an dem der Geschäftsfürer sowas zu mir sagt? Wie soll das denn gut enden? Eben: gar nicht. Dieses eine Mal hab ich also meine Angst besiegt (ich gebe zu, der Anwalt hat mir da auch ein bisschen Angst genommen) und seither bin ich krank geschrieben. Das war vor ziemlich  genau einem Jahr.

Bin ich unfähig? Jetzt schon. Emotional instabile und fachlich unfähige Vorgesetzte sowie unrealistische Erwartungen haben mich zerschlissen und ausgebrannt. Aus Angst vor dem Danach hab ich das zugelassen. Das hab ich jetzt davon. Aber: zumindest im Moment habe ich keine Angst mehr. Immerhin.

Mutige Grüße von der jobspotterin ❤

 

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Und nun?

Es ist eine Weile her, dass ich auf Jobsuche war und diesen Blog angefangen hab. Genauso spontan, wie ich angefangen hatte, hab ich auch aufgehört zu schreiben, als ich einen neuen Job in einem tollen Team gefunden hab. Alles sollte perfekt werden, ich hab mich mit allem reingestürzt, was ich hatte, eigene Soft- und Hardware inklusive.

Ich machs kurz, so grandios gescheitert bin ich selten. Vielleicht noch bei meinem Versuch, in einem Fitnessstudio Fitness zu erlangen. Aber sonst?

Das ist ein Jahr her. Ich hab überlegt, was mache ich mit diesem Blog? Ach, scheiss drauf. Jetzt wirds doch erst richtig spannend! Was macht ein Mensch mit über 40, der in seiner „Karriere“ so grundlegend an unklaren Strukturen, unrealistischen Erwartungen und fachlich wie menschlich inkompetenten Führungsverantwortlichen gescheitert ist, dass das Urteil „berufsunfähig“ lautet, und der sich jetzt eine Nische suchen muss? Richtig. Er geht zu RTL. Oder er schreibt sich den Frust von der Seele.

Ich mach Letzteres. Ich suche nun nicht mehr einen Job. Ich suche meinen Weg. Worauf ich keinen Bock mehr habe, ist als intellektuelles Leistungsvieh ausgequetscht und dann ausgespuckt zu werden. So funktioniert nämlich unsere heutige Leistungsgesellschaft in vielen Teilen. Ich hab nen Plan. Ob der funktioniert oder nicht, zeigt Euch dann das Licht. Ne. Der Blog.

Liebliche Grüße ❤

Geschwurbel.

Das AGG hat uns Bewerbern eine Fülle an sowohl blumigen als auch nichtssagenden Aussagen beschert. Warum es nicht geklappt hat, bleibt uns im verborgenen, noch nie (!) habe ich auf meine freundlichen Nachfragen eine Antwort erhalten, die mich weiterbringt. Ich habe nur ein oder zweimal überhaupt eine Antwort erhalten (wobei ich nur nachfrage, wenn die Absage nach einen Vorstellungsgespräch kommt).

Heute kam – mal wieder – eine Absage, die mich ein wenig kopfschüttelnd zurückgelassen hat. Das hätte frau doch auch einfacher formulieren können. Here we go. Weiterlesen „Geschwurbel.“

Post von Jobs.

Über den Sommer hab ich nicht viel geschrieben. Ideen waren zwar da, aber wenig Umsetzungsenergie. Jetzt ist Herbst, das Wetter generiert Winterdepressionen und ich komme zurück auf das, worum es hier geht: Jobs. Oder eben: keine Jobs. Einer würde reichen, da bin ich nicht anspruchsvoll. Heute lasse ich Euch an einem schnellen Gedanken über eine Unart mancher Firmen teilhaben: Die E-Mail-Adresse „Jobs@lalala“. Weiterlesen „Post von Jobs.“

Noch Fragen? Nö.

Bewerbungsratgeber aller Coleur (Schreibweise so oder ähnlich) überschlagen sich mit Tipps, dass und welche Fragen man im Vorstellungsgespräch stellen soll. Ich hab da mal welche ausprobiert und auch zu den nicht ausprobierten eine dezidierte Meinung. Wenn Ihr wissen wollt, mit welcher angeblichen „Königsfrage“ ich grandios gescheitert bin – einfach weiterlesen  😉 Weiterlesen „Noch Fragen? Nö.“

Sommerblues

Hach ja, der Sommer. Ich bin voll im Sommerblues, hab wenig bis gar keine Motivation und würde am liebsten den ganzen Tag am Meer abhängen. Geht aber nicht! Also Pobacken zusammenkneifen, Brust raus und ab ins Freibad produktiv arbeiten!

Anfang des Monats hatte ich mal wieder ein Vorstellungsgespräch, von dem ich mir eigentlich mehr erhofft hatte. Ganz nach dem Motto, nach X erfolglosen Gesprächen müsste doch, zumindest staatistisch gesehen, mal ein Treffer dabei sein. Denkste. Es lief gut – und brachte mir dennoch eine Absage.
Ich hab keine Ahnung, obs an meiner Kleiderwahl, falschen Antworten, Konfektionsgröße oder sonstwas lag und irgendwie ist es mir gerade auch egal. Sommerblues halt. Weiterlesen „Sommerblues“

Bitte nicht stören.

Ich hab’s ja schon mal erwähnt, dass ich eine gewisse Diskrepanz erlebe zwischen den Anforderungen an die  Bewerber und dem Auftreten bzw. Verhalten der Unternehmen.

Bewerber sollen keine Bemühungen scheuen und sich voll in die Schlacht werfen – für jedes Unternehmen neu. Unternehmen erwarten das, sind aber manchmal durchaus überfordert von so viel Zuwendung. Vor allem die Zuwendung von den unerwünschten Bewerbern ist dann lästig und man möchte nicht so viel mit denen zu tun haben, deshalb hat ein Unternehmen hier eine clevere Methode entdeckt, wie sie sich nicht mit dem Kleinvieh abgeben müssen: den Autoresponder. Weiterlesen „Bitte nicht stören.“

Zwei Fragen.

Da hab ich zwei lausige Fragen an jemanden und bekomme nicht mal eine davon klärend beantwortet. Woran liegt das? Unaufmerksamkeit, Überlastung, Ungeduld? Oder schlicht Unhöflichkeit? Kurze Aufmerksamkeitsspanne, negative Konzentration, Müdigkeit? Eine Mischung aus allem?  Herrjeh, so schwer kann das doch nicht sein.

Kennt Ihr das? Ihr schreibt jemandem eine Nachricht und habt mehr als eine Frage, die ihr schön auflistet. Wenn ich eine solche Nachricht bekomme, dann kopiere üblicherweise die Fragen in meine Antwort und beantworte sie der Reihe nach. Also direkt unter der Frage.

Das scheint aber die Ausnahme zu sein, denn ich habe es immer wieder mit Menschen zu tun, die es gerade mal schaffen, die letzte der Fragen zu beantworten. Die vorherigen Fragen werden ignoriert – warum auch immer. Ich verstehe das einfach nicht. Weiterlesen „Zwei Fragen.“

Wir haben Sie vergessen…

…aber das geben wir nicht zu. Auch schön! Vergessen worden. Manche Personalabteilungen sind wirklich allerliebst. Die heutige Absage habe ich provoziert – ich hab nachgefragt. Erst telefonisch, aber die Dame am Empfang wimmelte mich so schnell ab, dass mir klar war, da möchte jemand keine Telefonate durchgestellt bekommen.

Ich hatte mich am 03. Juni beworben und seither nichts, aber auch gar nichts gehört. Nicht mal eine Empfangsbestätigung. Nichts. Gut, kann passieren, manche Personaler sind alleine. Also habe ich per E-Mail nachgefragt.

Für die Antwort hat die nicht erreichbare Dame exakt 25 Minuten gebraucht. Weiterlesen „Wir haben Sie vergessen…“

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