Das AGG hat uns Bewerbern eine Fülle an sowohl blumigen als auch nichtssagenden Aussagen beschert. Warum es nicht geklappt hat, bleibt uns im verborgenen, noch nie (!) habe ich auf meine freundlichen Nachfragen eine Antwort erhalten, die mich weiterbringt. Ich habe nur ein oder zweimal überhaupt eine Antwort erhalten (wobei ich nur nachfrage, wenn die Absage nach einen Vorstellungsgespräch kommt).

Heute kam – mal wieder – eine Absage, die mich ein wenig kopfschüttelnd zurückgelassen hat. Das hätte frau doch auch einfacher formulieren können. Here we go.

Sehr geehrte Frau [Bewerberin],

vielen Dank für Ihre Bewerbung als [Schlossgespenst in Canterville].

Leider müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass wir Ihnen die vakante Position nicht anbieten können. Aufgrund der Vielzahl der uns vorliegenden Bewerbungen sind wir gezwungen, diese Entscheidung allein anhand der schriftlichen Unterlagen zu fällen, ohne mit allen Bewerbern/innen ein persönliches Gespräch führen zu können. Betrachten Sie diese Absage daher nicht als negatives Urteil über Ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten. Einige Anforderungen der vakanten Position, die zu berücksichtigen sind, haben uns veranlasst, die Gespräche mit anderen Bewerbern/innen aus dem Bewerberkreis zu führen.

Bei Ihrer weiteren Suche nach einer beruflichen Perspektive wünschen wir Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. XY
Personaldisponentin

Tjo. Soweit so gut (oder auch nicht). Ohne AGG hätte die Antwort wahrscheinlich schlicht und ergreifend gelautet

„Liebe Frau Dings,

danke für Ihre Bewerbung.
Leider sind sie uns zu alt.
Alles Gute weiterhin.“

möglicherweise freundlicher formuliert. Oder blumiger.

Blumen für alle!

Blumige Grüße, die Jobspotterin.

Advertisements