Über den Sommer hab ich nicht viel geschrieben. Ideen waren zwar da, aber wenig Umsetzungsenergie. Jetzt ist Herbst, das Wetter generiert Winterdepressionen und ich komme zurück auf das, worum es hier geht: Jobs. Oder eben: keine Jobs. Einer würde reichen, da bin ich nicht anspruchsvoll. Heute lasse ich Euch an einem schnellen Gedanken über eine Unart mancher Firmen teilhaben: Die E-Mail-Adresse „Jobs@lalala“.

Gelegentlich habe ich ja schon zart angedeutet, dass mir die Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung und Eigenengagement der Firmen ein klein wenig, sagen wir, Sorgen bereitet. Während der Bewerber gefühlte 538 Richtlinien beherzigen soll, um individuell, professionell und passend rüberzukommen, haben manche Firmen den Bewerbungsprozeß soweit anonymisiert, dass man an Jobs@whatever schreibt oder seine Daten gleich in ein Bewerbungstool einhackt, das Antworten automatisch verschickt und auch direkt aussortiert, sollten das Geburtsjahr oder der Studienabschluss nicht passen.

Ich freu mich daher immer besonders nicht, wenn ich im Eingang eine Mail mit dem Absender „Jobs@firmaxy.tld“ bekomme. Weil ich nämlich weiß, dass eine Mail von Jobs@lalala immer bedeutet, dass es eine Eingangsbestätigung oder eine Absage ist. Immer. Wäre ich interessant genug für ein Vorstellungsgespräch, würde mich ein richtiger Mensch mit eigener E-Mail-Adresse und Telefonnummer kontaktieren. Und zwar schnell.

absendername-jobs

Abgesehen davon, wenn ich eine Jobs@trallala im Posteingang erspähe, dann weiß ich zwar, was kommt, aber nicht, von wem. Denn der Absender ist je nach Einstellung des Mailprogramms nicht ersichtlich. Sind manche Firmen wirklich so stümperhaft unterwegs oder ist das offen zur Schau gestellte Ignoranz gegenüber Bewerbern?

Liebe Firmen, hier gibts Zeitsparpotenzial: Mails von Jobs könnten also leer sein. Der Inhalt ergibt sich meines Erachtens schon aus dem unpersönlichen Absender. Hm, was wäre wohl, wenn ich künftig meine Bewerbung nur noch mit „Bewerbung“ verschicken würde.
Ich schätze, ein Tracking dieser Mails wäre niederschmetternd 😉

Persönliche Grüße, Eure Jobspotterin

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