Hach ja, der Sommer. Ich bin voll im Sommerblues, hab wenig bis gar keine Motivation und würde am liebsten den ganzen Tag am Meer abhängen. Geht aber nicht! Also Pobacken zusammenkneifen, Brust raus und ab ins Freibad produktiv arbeiten!

Anfang des Monats hatte ich mal wieder ein Vorstellungsgespräch, von dem ich mir eigentlich mehr erhofft hatte. Ganz nach dem Motto, nach X erfolglosen Gesprächen müsste doch, zumindest staatistisch gesehen, mal ein Treffer dabei sein. Denkste. Es lief gut – und brachte mir dennoch eine Absage.
Ich hab keine Ahnung, obs an meiner Kleiderwahl, falschen Antworten, Konfektionsgröße oder sonstwas lag und irgendwie ist es mir gerade auch egal. Sommerblues halt.

Die Stelle wäre befristet gewesen wie irgendwie die meisten mittlerweile. Elternzeitvertretung. Ich hatte mich recht gut vorbereitet und beschlossen, die Killerfragen aus dem letzten Gespräch einfach wegzulassen. Leider hatte ich richtig schlechte Laune an diesem Tag, ich möchte nicht ausschließen, dass Vorstellungsgespräche bei mir einfach keine gute Laune mehr auslösen. Aus diesem Grund habe ich versucht, einen Sichtwechsel vorzunehmen und nicht mit dem Ziel „Ich will den Job“ hinzugehen, sondern mit „Ich möchte ein gutes Gespräch mit interessanten Menschen führen.“ Sowas hilft, ganz ehrlich.

Ich kam dort an und das erste, was ich bemerkte war: Ich bin underdressed! Passiert mir sonst in Vorstellungsgesprächen eigentlich eher selten (nie), aber diesmal hatte ich die Branche definitiv falsch eingeschätzt. Gut, dann versuche ich einfach, durch Freundlichkeit und professionelles Auftreten zu punkten.

Der Gesprächspartner der mich abholte war so super freundlich, dass mich  mein Kleidungs-Fauxpas noch mehr reute. Aber da musste ich nun durch, ich sitze ja sowieso und man sieht nur den oberen Teil von mir. Auch die anderen Teilnehmer an dem Gespräch waren super: interessiert, gut vorbereitet, sehr sympathisch – alles in allem war es ein wirklich gutes Gespräch, eine Begegnung auf Augenhöhe.

Wie ich schon sagte – es kam wenige Tage später eine Absage. Zwar mit Abstand die freundlichste, die ich jemals bekommen habe, aber eben eine Absage. Schade.

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